Samstag, 7. Januar 2012
Von der Hohemark auf den Herzberg
So wie die letzte Wanderung im Jahr 2011 geendet hatte, so fing auch die erste in 2012 an: mit Regen und heftigem Wind.
Fünfzehn Wanderer des Deutschen Jugendherbergswerk aus Rüsselsheim trotzten diesen widrigen Bedingungen und fuhren
am Samstag, 7. Jan 2012 mit dem Zug zur Hohemark am Rande von Oberursel im Taunus. Das neue Info-Zentrum für den
Hochtaunus wurde passiert, eine Besichtigung war für den Nachmittag bei der Rückkehr angedacht, leider hatte man
das Schließdatum übersehen. Mit dem Rotes-Kreuz-Zeichen marschierte die Gruppe nordwärts. Nach kurzer Zeit war
bereits das Forellengut, ein beliebter Anlaufpunkt für Fischgenießer erreicht. Unterhalb des Obelisken ging es nun auf
der Krausköpfchenschneise zu dem Namensgeber, einem verwirrenden Geflecht aus ineinander verwachsenen kleinen
Bäumen, was in der laublosen Winterszeit sehr gut zu erkennen war. Bei anhaltendem Regen wurde auf den Blauer-Punkt-Weg
umgeschwenkt, mit dem es jetzt ständig aufwärts zum Mittagsziel auf dem Herzberg ging.
Der Aussichtsturm auf dem Hausberg der Bad Homburger ist komplett in den letzten Jahren renoviert worden und macht mit seinem
Natursteinsockel einen schönen Eindruck. Auf eine Besteigung wurde bei diesem Wetter verzichtet. Bei gutem Wetter
wäre ein Blick bis hin zum Spessart möglich gewesen.
Nach der Mittagspause ging es auf dem Limesweg und dem T-Zeichen-Weg Richtung Sandplacken. Unterwegs waren immer wieder
Reste des Limes zu erkennen. Am Kulturdenkmal Römerkastell Heidenstock wurde eine kurze Besichtigungspause eingelegt.
Am Zwischenziel Sandplacken erwartete die Gruppe doch tatsächlich noch Nass-Schnee und von oben war der Regen in Graupel
übergegangen. Doch bereits nach wenigen Minuten auf dem jetzt ständig abwärts führenden Roter-Punkt-Weg
war dieser Spuk vorbei und auch der böige Wind konnte den Wanderern nichts mehr anhaben. Bei bereits einbrechender
Dunkelheit wurde nach insgesamt 16 km die Hohemark wieder erreicht und zielgenau kam die U3, um die Wanderer nach dem Umstieg
auf die S-Bahn in Frankfurt wieder nach Rüsselsheim zu bringen.
Text: Jens-Uwe Mohr